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Ist im Fairen Handel Kinderarbeit ausgeschlossen?

Kinderarbeit ist nicht gleich Kinderarbeit.
In vielen benachteiligen Gebieten des Südens sind Familien auf die Mitarbeit ihrer Kinder angewiesen, aber dabei müssen bestimmte Kriterien eingehalten werden.
Im Fairen Handel ist ein Grundsatz, dass ausbeuterische Kinderarbeit verboten ist.
Die ILO - eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen - hat definiert, was ausbeuterische Kinderarbeit heißt und festgelegt:

- Kindern unter 12 Jahren ist schweres Arbeiten nicht erlaubt.
- Das Mindestalter für Vollzeitbeschäftigung liegt bei 15 Jahren.
- Auch Jugendliche, die zwischen 15 und 18 Jahren sind, dürfen keine Arbeit verrichten, die „gefährlich“, für die „Gesundheit, Sicherheit oder Moral“ der Jugendlichen sein könnte.

Auch im Fairen Handel wird die Arbeit von Kindern im Sinne von Mithilfe nicht ausgeschlossen.
Noch mehr als hier zu Lande ist es in den Ländern des Südens üblich, dass Kinder ihren Eltern bei der Arbeit helfen, z.B. bei der Kaffee- oder Kakaoernte in den Ferien.
Diese Arbeiten schränken die Kinder jedoch nicht in ihrer körperlichen und seelischen Entwicklung ein und fallen laut ILO nicht unter ausbeuterische Kinderarbeit.