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21.07.2015

Landkreis will fairer werden

Der wirtschaftsstarke Landkreis Tuttlingen soll sich als »Fairtrade-Landkreis« zertifizieren lassen und damit ein Zeichen für mehr Gerechtigkeit und Fairness setzen

Der wirtschaftsstarke Landkreis Tuttlingen soll sich als »Fairtrade-Landkreis« zertifizieren lassen und damit ein Zeichen für mehr Gerechtigkeit und Fairness setzen. Mehrheitlich beschlossen (mit einer Nein-Stimme) hat das der Kreistag. Das Siegel »Fairtrade« steht für ökologische, ökonomische und soziale Mindeststandards und ermöglicht so weltweit rund 1,5 Millionen (Stand 2013) Kleinbauern und Plantagenarbeitern in Entwicklungsländern fairere Arbeits- und Lebensbedingungen. Seit 15 Jahren gibt es die Kampagne »Fairtrade-Towns«, über die sich Städte und Kreise auf der ganzen Welt zertifizieren lassen, um so den fairen Handel weiter zu unterstützen und Fairtrade-Produzenten eine menschenwürdige Existenz aus eigener Kraft zu ermöglichen.

Mehr Fairtrade-Produkte nutzen

Grundsätzliches Ziel ist zum einen der stärkere Einsatz von Fairtrade-Produkten in vorgegebenen Bereichen - angefangen bei Sitzungen des Kreistages bis hin zu Einzelhandelsgeschäften, Gastronomiebetrieben, Schulen und Vereinen. Zum anderen sind Bildungsaktionen zum Thema Fairer Handel und eine umfassende Berichterstattung über alle Aktivitäten auf dem Weg zur Zertifizierung durch örtliche Medien gefordert.

Nach Erfüllung aller Kriterien und der Prüfung durch die Organisation TransFair e.V. wird der Titel »Fairtrade-Kreis« für zunächst zwei Jahre vergeben. Danach erfolgt eine Überprüfung. Derzeit gibt es weltweit über 2.000 Fairtrade-Kommunen in 25 Ländern.

Dezernat 1 - Ländlicher Raum federführend

Mit der Umsetzung des Kreisprojektes »Fairtrade-Landkreis« wurde das Dezernat 1–Ländlicher Raum beauftragt. Die verantwortliche Projektleitung auf dem Weg zur Zertifizierung übernimmt Sybille Neumeyer vom Landwirtschaftsamt. Sie bringt die notwendige Projektleitungserfahrung mit, um die Aufgaben dieses Kreisprojektes zu steuern. Zudem ist Frau Neumeyer zuständig für die Direktvermarktung im Landkreis und Geschäftsführerin des Vereins für Bäuerliche Direktvermarktung.

Quelle: TUTInform