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17.02.2017

Gemeinsam die Welt gerechter machen

Aktion Hoffnung startet Gesprächsreihe
"Die Welt FairBessern - aber wie?"

Zum dritten Mal veranstaltet die Aktion Hoffnung eine Gesprächsreihe, bei der es um das Thema Gerechtigkeit auf der Welt geht.
Dieses Jahr steht diese unter dem Thema "Die Welt FairBessern - aber wie?" und findet an drei Abenden in Tuttlingen und Möhringen statt.

Die Aktion Hoffnung ist eine kirchliche Hilfsorganisation der Diözese Rottenburg-Stuttgart und unterstützt seit mehr als 50 Jahren Entwicklungsprojekte und Bildungsvorhaben vor allem in Afrika, Asien und Südamerika. Mit der Gesprächsreihe, die in den vergangenen beiden Jahren schon in Tettnang sowie in Ulm, Biberach und Laupheim stattgefunden hat, wollen die Organisatoren die Menschen vor Ort auf die immer noch bestehenden Ungerechtigkeiten auf der Welt aufmerksam machen. "Es geht darum, was jeder Einzelne tun kann, um die Gerechtigkeit auf der Welt zu verbessern", sagt Jochen Mack, der bei der Aktion Hoffnung für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.

Drei Veranstaltungen im März
Und dazu gibt es im März drei Verantaltungen. Der Auftakt findet am Mittwoch, 15. März, ab 20 Uhr im Scala-Kino statt.
Der Film "The true cost" zeigt die sozialen und ökologischen Folgen der Textilindustrie auf. "Beim Kauf und der Weitergabe von Kleidern gibt es noch viel Handlungsbedarf", sagt Mack. Denn Kleidung werde immer billiger und die Trends immer kurzlebiger. Und nach wie vor seien die Bedingungen in den Fabriken für die Arbeiter zum Teil unzumutbar. Um die Menschen dafür zu sensibilisieren und auch um ihre Fragen zu beantworten, gibt es im Anschluss an den etwa
80-minütigen Film noch eine Gesprächsrunde mit Christiane Schnura, Geschäftsführerin der bundesweiten Kampagne für Saubere Kleidung. Ebenfalls für Fragen zur Verfügung stehen wird Anton Vaas, Geschäftsführer der Aktion Hoffnung. Fragen wie, in welche Sammelcontainer man seine Kleidung guten Gewissens werfen könne.

Als zweite Veranstaltung wird es am Mittwoch, 22. März, eine Diskussionsrunde zum Thema "Fluchtursachen bekämpfen - aber wie" geben. Beginn ist um 20 Uhr im Tuttlinger Rathausfoyer. Man wolle das Thema Flüchtlingsursachen aus verschiedenen Perspektiven beleuchten, sagt Mack. Als Gesprächspartner werden Thomas Hoyer von der Fairhandelsgenossenschaft dwp, Jonas Wipfler von Misereor und Migrationsberater Jama Maqsudi mit dabei sein. Den politischen Part sollte eigentlich die SPD-Landesvorsitzende Leni Breymaier übernehmen, doch diese habe vor zwei Tagen absagen müssen, so Mack. Nun müsse man noch Ersatz finden. Möglichst prominenten.

Eine prominente Zusage gibt es auf jede Fall für die dritte Veranstaltung am Mittwoch, 29. März. Abtprimas Notker Wolf, ehemaliger Vorsteher einer weltweiten Benediktinergemeinschaft, wird ab 20 Uhr in der Angerhalle in Möhringen über das Thema "Mögliche Wege zu mehr Gerechtigkeit" referieren. Als langjähriger Sprecher der weltweiten Konföderation der Benediktinerorden kenne er viele Länder aus eigner Erfahrung und damit auch die Probleme vor Ort. Im Anschluss werden Institutionen aus dem Tuttlinger Raum, die einen Bezug zu Asien, Afrika oder Südamerika haben, Möglichkeiten aufzeigen, wie jeder seinen Teil zu einer gerechteren Welt beitragen kann. Der Landkreis Tuttlingen ist Mitveranstalter und Teilnehmer.

Autor/in: Anja Schuster
Quelle: Gränzbote