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29.09.2015

Fairtrade: Steuerungsgruppe nimmt Arbeit auf

Landkreis Tuttlingen will die Zertifizierung – Händler und Gastronomen gesucht

Der Landkreis Tuttlingen will „Fairtrade-Landkreis“ werden. Mit dem ersten Treffen der Steuerungsgruppe am Montag auf dem Lohhof in Emmingen ist das Projekt nun handfest auf den Weg gebracht worden.

Der wirtschaftsstarke Landkreis Tuttlingen will mit seiner Teilnahme an der Kampagne ein Zeichen für mehr Gerechtigkeit und Fairness setzen und den fairen Handel weiter unterstützen. In der Kreistagssitzung am 22. Oktober kommt das Thema erneut auf die Tagesordnung. Dann stimmen die Räte darüber ab, ob künftig fair gehandelter Kaffee und ein weiteres Produkt aus fairem Handel, wie Tee, Zucker, Saft oder Kekse, in den Sitzungen des Kreistags und im Büro des Landrats verwendet wird. Zudem soll für die gesamte Verwaltung in der Kantine und bei Veranstaltungen im Landratsamt Fair-Kaffee und Apfel-Mango-Saft angeboten werden. Auch dazu braucht es einen Kreistagsbeschluss. Zudem ist diese Entscheidung eine von insgesamt fünf Kriterien hin zum Fairtrade-Siegel.

Die Projektleitung von „Fairtrade-Landkreis“ hat Sybille Neumeyer vom Dezernat 1 Ländlicher Raum in der Kreisverwaltung. Teil der Steuerungsgruppe sind zudem Angelika Zinser, Karin Trommer, Christiane Denzel, Hans-Martin Schwarz und Katrin Kreidler. Ihre Aufgabe ist es unter anderem, 24 Einzelhändler und zwölf Gastronome im Kreis zu finden, die sich verpflichten, mindestens zwei faire Produkte zu vertreiben oder auszuschenken.

Mit ins Boot geholt werden sollen auch eine Schule, ein Verein und eine kirchliche Einrichtung, die Bildungsaktivitäten zu Fairtrade machen. Vom Zeitplan her ist Juli 2016 für die Zertifizierung angepeilt.

Autor/in: Ingeborg Wagner
Quelle: Gränzbote